Pflegestudie zur häuslichen Pflege: Am stärksten belastet sind Geringverdiener

Private Krankenversicherung
Vergleich
Gesetzliche Krankenkassen
Vergleich
Krankenzusatz Versicherung
Vergleich

Erste Zwischenergebnisse zu einer Langzeitstudie zur häuslichen Pflege veröffentlichten jetzt die AOK und die Universität Hamburg. Derzeit beziehen Leistungen aus der Pflegeversicherung in Deutschland ca. 2,25 Millionen Menschen. Zu Hause durch Angehörige oder ambulante Pflegedienste, werden davon über 1,5 Millionen versorgt.

Mit der Studie nachweisen konnten Wissenschafter der Universität Hamburg, das in erster Linie der Grund für die zunehmende Anzahl an Pflegebedürftigen die längere Pflegedauer und der damit längere Bezug von Versicherungsleistungen sei. Es müssten sich die Menschen in Zukunft auf eine längere Pflegedauer einstellen und der Trend geht zu mehr selbstbestimmten Wohnen Pflegebedürftiger.

Ein weiteres Ergebis der Studie war das von der häuslichen Pflege Menschen mit geringen Einkommen stärker belastet sind, denn Sie organisieren die Pflege eher ganz allein. Des weiteren könnten sie sich nicht genügend Freiräume zur Erholung schaffen, da die finanziellen Mittel nicht zur Verfügung stehen.

Belastet wird die häusliche Pflegesituation nicht nur durch eine längere Pflegedauer und einen geringen Einkommen, sondern auch durch das steigende Alter der Pflegenden. Im Jahre 1997 lag das Durchschnittsalter der Pflegepersonen bei 57 Jahren, mittlerweile liegt das Durchschnittsalter bei 60 Jahren. Im Rentenalter befinden sich etwa 40% der Pflegenden. Doch je älter die pflegende Person ist, desto schwieriger wird es häufig, mit den körperlichen und seelischen Anforderungen der Pflege umzugehen.

Ein weiteren Trend den die Studie zeigt, ist das es eine wachsende Anzahl an Pflegenden gibt die neben der Pflege einen Job nachgehen. So lag die Anzahl der pflegenden Angehörigen die nicht berufstätig sind im Jahre 1997 noch bei ca. 60% mittlerweile beträgt der Anteil nur noch ca. 46%.

Comments are closed.