Welt Aids Tag Aktion – Höhepunkt der diesjährigen Aktion fand gestern am Brandenburger Tor statt
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Am gestrigen Montag einen Tag vor dem heutigen Welt Aids Tag, wurde am Brandburger Tor eine 300 m2 grosse Rote Schleife vom Bundesgesundheitsminster Dr. Philipp Rösler zusammen mit einigen hundert Aids Botschafterinnen und Botschafter entrollt. Dabei laufen vier Menschen in übergroßen, durchsichtigen Kugeln durch das Tor und symbolisieren die soziale Isolation von Menschen mit HIV/Aids. Das Event am gestrigen Montag am Brandenburger Tor, bildete den Höhepunkt der von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung durchgeführten Welt Aids Tag Aktion “Gemeinsam gegen Aids. Ganz Deutschland zeigt Schleife”.
(Quelle: BZgA) Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler vor dem über 200qm-großen Schleifenbanner.
Durch die Aktion sollen Menschen motiviert werden, sich vor einer HIV Infektion zu schützen und des weiteren soll die Aktion zur Solidarität mit HIV-Infizierten und aidskranken Menschen aufrufen. In diesem Jahr gab es in Deutschland insgesamt nach den Schätzungen des Robert Koch Instituts 3000 HIV Neu Infektionen. Seit dem Jahre 2007 ist die Zahl der jährlichen Neuinfektionen in Deutschland nicht mehr gestiegen.
Das ist kleiner Erfolg, der auf einer umfangreichen und nachhaltigen Präventionsstrategie basiert. „Die Aidsbekämpfung in Deutschland ist international vorbildlich. Sie ist erfolgreich, weil sie von vielen Unterstützerinnen und Unterstützern getragen wird. Ihnen danke ich für ihr Engagement und ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft gemeinsam gegen HIV/ AIDS kämpfen. Wir werden weiter hart arbeiten müssen, um die Zahl der Neuinfektionen zu senken. Die Präventionserfolge der vergangenen Jahre bilden eine gute Basis dafür. Ich freue mich, dass ich heute die Gelegenheit habe, mich als Botschafter für die Welt-Aids-Tag-Aktion stark zu machen. Ich hoffe, dass Viele es mir nachmachen”, erklärte der Bundesgesundheitsminster Dr. Philipp Rösler.
„Die vielen Unterstützerinnen und Unterstützer, die sich mit zahlreichen Aktionen aktiv für den Welt-Aids-Tag einsetzen, tragen dazu bei, dass dieser Tag nicht nur ein Symbol bleibt. Dafür danke ich allen Beteiligten“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die Aufforderung zum Schutz vor HIV/Aids und gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung wird auch zukünftig im Mittelpunkt unserer Aufklärungsarbeit stehen. Dabei reagieren wir stets auf sich ändernde Herausforderungen. Denn nach wie vor ist Aids nicht besiegt, aber Prävention wirkt, wie diese Zahlen bestätigen: Benutzten im Jahr 2004 zu Beginn einer Partnerschaft noch 70 Prozent der Partner Kondome, so sind es aktuell 81 Prozent. Das zeigt, das Schutzverhalten steigt weiter an. Die stagnierende Zahl der Neuinfektionen bestätigt das.“
Ende Oktober startete in diesem Jahr die Gemeinschaftsaktion zum Welt Aids Tag. Auf www.welt-aids-tag.de engagieren sich über 10.000 Botschafterinnen und Botschafter. Zusammen mit einigen prominenten Unterstützern wie Christine Paul, Samy Deluxe, Philipp Lahm und Anni Friesinger geben Sie der Aktion ein Gesicht. Bundesweit werben sie auf Postkarten, Flyern und 25.000 Plaketen für den Schutz vor HIV/Aids und für Solidarität mit Menschen die HIV/Aids haben. Des weiteren tourte eine Roadshow “Der Mensch in der Kugel” durch Deutschland um die soziale Isolation von Menschen mit HIV/Aids zu demonstrieren.
Die Deutsche AIDS-Hilfe stellte die Bedeutung der Solidarität mit Menschen mit HIV und Aids heraus. So werden HIV Positive in unser Gesellschaft noch immer stigmatisiert so zum am Beispiel am Arbeitsplatz, erklärte Sylvia Urban, Mitglied im Bundesvorstand der Deutschen AIDS-Hilfe (DAH). Des weiteren erklärte Sylvia Urban, das von den rund 67.000 HIV Infizierten die es im Moment in Deutschland gibt, mehr als zwei Drittel einen Job nachgehen. Davon verstecken viele Ihre Krankheit aus Angst vor Diskriminierung und aus Sorge um den Verlust des Arbeitsplatzes. “Daher macht die DAH das Thema „HIV und Arbeit“ anlässlich des Welt-Aids-Tags und 2010 zu einem ihrer Schwerpunkte, um Arbeitgeber, Beschäftigte, Betriebsräte, Mitarbeiter von Arbeitsagenturen, aber auch Betriebsärzte und die gesamte Gesellschaft auf die Missstände hinzuweisen und Lösungsansätze zu erarbeiten. Wir müssen auch irrationale und unbegründete Ängste abbauen, denn am Arbeitsplatz kann man sich nicht infizieren”, erklärte Sylvia Urban.
Dem schließt sich auch die Deutsche AIDS-Stiftung an. So sagte Dr. Ulrich Heide, Geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS Stiftung folgendes: „Der Welt-Aids-Tag ruft alle auf, Menschen mit HIV und Aids nicht alleine zu lassen, denn diese Krankheit wird noch immer stärker tabuisiert als andere Krankheiten. Darüber hinaus führt HIV bei vielen Betroffenen auch zu materiellen Nöten, weil sie ihren Arbeitsplatz verlieren und auf Unterstützung angewiesen sind.“ Die Deutsche Aids Stiftung hilft über 3000 infizierten und aidskranken Menschen jährlich in Deutschland in aktuellen Notlagen oder mit Hilfsprojekten.
Von den Vereinten Nationen wurde der Welt Aids Tag ausgerufen das erste mal im Jahr 1988. Seit dem Jahre 1988 gibt es den Welt Aids Tag und er wird jedes Jahr am 1. Dezember begangen.